Beduinen

Beduinen – Blog der Ägypten- Profis
von Kevin Walther

Beduinen sind nomadische Wüstenbewohner. Sie nennen sich selbst „arab“ (Araber) und leben zum großen Teil nach dem Islam. Dabei betrachten Sie Ismael als ihren Stammvater.

Wo und wie lebt das Wüstenvolk?

In Ägypten leben noch zehntausend echte Beduinen. Sie sind meist auf der Sinai-Halbinsel oder in der östlichen Gebirgswüste zu finden. Einige der Stämme leben auch in der westlichen Wüste. Hauptsächlich leben diese Stämme von der Viehzucht, entweder als Kleinviehnomaden mit Schafen, Ziegen und Eseln oder als Großviehnomaden mit Kamelen.

Die Kleinviehnomaden folgen im Gegensatz zu den Großviehnomaden den saisonalen Weidegründen.

Die Beduinenstämme leben in Zelten, die aus Ziegen- oder Kamelhaaren bestehen. Die Frauen weben mit den Haaren Stoffe und nähen diese zusammen. Einige der Stämme leben auch in Hütten. Wenn das Nomadenvolk weiter zieht, dann haben die Frauen die Verantwortung, das Zelt abzubauen, es einzupacken und wieder aufzubauen.

In den Nomadenstämmen sind Oberhäupter gewählt, die bis zu ihrem Tod in dieser Position bleiben. In einigen Stämmen erben die Söhne die Position des Vaters. Wenn dieser Posten nicht vererbt wird, dann werden die Oberhäupter häufig nach der Weisheit gewählt.

Die Besonderheiten der Wüstenbewohner

Da diese Bevölkerungsgruppe dauerhaft in der heißen Wüste wohnt, haben sie einen besonderen Kleidungsstil. Weil die Menschen mehrere Schichten tragen, sind sie vor Sonnenstrahlen geschützt. Die Männer binden sich ein Tuch um den Nacken und den Kopf, um einen Hitzschlag zu verhindern und das Gesicht vor dem Sand zu schützen.

Die Frauen dagegen tragen Kleider in schwarzer Farbe. Auch sie nutzen Tücher, um ihrer Gesichter zu bedecken.

Die Familien der Stämme halten zusammen und die Kinder heiraten meist schon im Teenager-Alter in der Familie oder zwischen den Stämmen. Einige der Männer haben aber auch mehr als eine Frau, wobei jede Frau in einem eigenen Zelt lebt.

Das Beduinenvolk hat ein besonderes Gespür für die Natur. Sie sehen an Sträuchern, wann es geregnet hat und wissen, wo frisches Wasser zu finden ist. Dabei können sie die Spuren im Sand auch hervorragend lesen. Sie können das Alter von Kamel an ihren Fußabdrücken erkennen und wissen genau, wann das Kamel an dieser Stelle gelaufen ist.

Die Beduinen und die Touristen

Von vielen Urlaubsorten, auch von Hurghada aus, werden Ausflüge in die Wüste zu den Beduinen angeboten. Von dem ägyptischen Ort aus geht es bei einer Jeep-Safari in ein Beduinendorf.

Diese Volksgruppe ist generell sehr gastfreundlich. Dabei werden die Gäste mit Kaffee, Tee und verschiedenen kulinarischen Kleinigkeiten willkommen geheißen. Bei Ausflügen aus Hurghada werden die traditionellen Lebensweisen der Wüstensöhne erläutert. Dabei wird gezeigt, wie man Fladenbrot bäckt sowie weitere Köstlichkeiten . Auch mit den Tieren des Beduinenvolkes kann man auf Tuchfühlung gehen. Vielmals werden auch Kamelritte bei diesen Wüstenbesuchen angeboten.

Am Abend erleben die Besucher den Sonnenuntergang hinter den Dünen und werden mit einem Barbecue verwöhnt.
Diese Touristenattraktion ist eine Einnahmequelle für die Wüstenbewohner, die sie nicht mehr missen möchten und auf die sie größtenteils angewiesen sind.

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